Susan Kunz
Susan Kunz
Auenring 19
8303 Basserdorf

043 266 05 14
Ich wuchs als Zweitälteste mit 3 Brüdern im historischen Städtchen Grüningen auf. 
Schon als Unterstufenschülerin sass ich oft auf dem Wiesenbord hoch über dem Schlossweiher, 
neben mir eine Schachtel Farbstifte, und bannte mein Schloss aufs Papier.
Jedes Jahr durfte ich ein paar Wochen der Sommerferien bei meinen Grosseltern in Thalwil verbringen. 
Da sass ich nun einmal (ich war 11 Jahre alt) 3 Wochen lang bei Dauerregen am Fenster 
mit Blick über den Zürichsee und direkt vor meiner Nase am Seeufer 
der Riesenkomplex eines Hotels, das aussah, wie ein Gebäude aus der Kolonialzeit. 
Verbissen malte ich die Türmchen und Erker und die fünfzig bis sechzig Fensterlein, 
die mich traurig aus einer gelben, verlotterten Fassade anguckten und zur Höchstleistung anspornten. 
Auf der Heimreise klemmte ich mir das Werk unter den Arm und stand damit auf dem Dampfschiffsteg. 
Plötzlich stand ein Mann neben mir und rief: 
„Mein Jott, Medsche, det hast du selber jemalt?...det is jekoft!“ 
Mit stolzen 10 DM in der Tasche und der Genugtuung, dass man in nur drei Wochen 
mit Malen soviel Geld verdienen kann, war für mich ganz klar: Ich will Malerin werden. 

Doch bis es soweit war, heiratete ich, zog 3 Kinder auf und arbeitete dann 
20 Jahre als Trouble-Shooterin auf einer Grossbank.
Mein grosses Hobby war stets das Malen, fand immer seinen Platz neben Sport, 
Enkelhüten, Organisation vieler Events am Arbeitsplatz etc. 
Nebenbei  bereicherten Malferien, Malkurse und das Fotografieren mein Leben. 
Mit Wochenkursen in naiver Malerei bekam das Malen wieder den ersten Stellenwert.
 In den 80er- und 90er-Jahren gab es einen grossen Run auf diese Art der Malerei. 
Ich durfte meine Werke dann in unserer Bank ausstellen 
und fand viele Abnehmer meiner auf Holz gemalten „Heilewelt“-Bilder. 
Als diese Mode-Erscheinung vorbei war, hiess es für mich: 
Auf zu neuen Ufern!
In vielen Kursen (Aquarell, Öl, Acryl) konnte ich mir neue Techniken aneignen.
Neustens fand ich heraus, dass mein  wirkliches Traummaterial die Softkreide ist. 

Bei einem einwöchigen Malkurs mit unserem Kollegium 78, in einem Schloss in Frankreich, 
faszinierte mich diese meist mit Fingern und Handkante (zum Verreiben des Kreidemehls) 
betriebenen Technik so sehr, dass ich mir bei einer Kollegin ein paar dieser Wunderdinger ausborgte 
und (für mich) den schönsten Märliwald aller Zeiten erschaffte! 
Ich fand heraus, dass man mit keinem anderen Material wie mit Kreide so herrliche Wolkenstrukturen, 
Meeresstimmungen und Wasserbewegungen umsetzen kann, 
und somit bin ich als Rentnerin eine überzeugte Kreidemalerin geworden. 
Ich investiere mit Begeisterung viele Stunden in mein Hobby.

Ich bin seit 2007 Mitglied vom Kollegium 78.

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